Suchtberatung - Neon

    Alkoholkonsum in Corona-Zeiten - Genuss oder doch schon Sucht? Der Einfluss der Pandemie auf unser Trinkverhalten

    Alkoholische Getränke gehören seit Jahrhunderten zu unserer Kultur und sind fester Bestandteil vieler alltäglicher Rituale. Wir trinken bei besonderen Anlässen wie Geburtstagsfeiern, stoßen auf das neue Jahr an und genießen nach einem langen Arbeitstag oder beim Zusammensitzen mit Freunden ein Glas Wein oder Bier.

    Dass wir jedoch nicht zu viel und zu häufig trinken sollten, wissen wir alle. Nicht nur wegen den gesundheitlichen Gefahren die vom Zellgift Alkohol ausgehen, sondern auch weil die Droge Alkohol zu einer Abhängigkeit führen kann.

    Die meisten Konsumenten trinken in einem gesundheitsverträglichen Maß. Doch gerade während dem Verlauf der Corona Pandemie, mit ihren zum Teil massiven Einschränkungen in unseren gewohnten Lebensabläufen, haben sich auch die Trinkgewohnheiten verschoben. Viele Menschen stehen unter großem seelischem Druck und fühlen sich belastet oder erleben Ängste und Sorgen. Vor diesem Hintergrund wird Alkohol nicht nur in Geselligkeit konsumiert, sondern es wird auch häufiger alleine, in der Isolation und zum vermeintlichen Stressabbau getrunken.

    Doch wo liegt denn nun die Grenze zwischen einem unbedenklichen Alkoholgenuss und schädlichem oder gar abhängigem Trinken?

    Zunächst gibt es aus medizinischer Sicht klare Richtwerte für einen ungefährlichen Gebrauch: Männer sollten nicht mehr als eine Halbe Bier oder 0,2 Liter Wein am Tag trinken, Frauen nur die Hälfte. Und - der von der Alkoholindustrie in die Welt gebrachte Mythos, dass das Glas Bier oder Wein sogar gesundheitsförderlich sei, ist schon lange widerlegt.

    Diese Richtwerte bedeuten aber nur, dass der Körper diese zugeführte Menge Alkohol gut abbauen kann. Ähnlich wie bei anderen Ernährungsempfehlungen, bedeutet ein Abweichen davon nicht gleich den Ausbruch körperlicher Schäden.

    Aber über die psychische Dynamik, die mit dem Konsum verbunden ist, wird dadurch auch noch nichts ausgesagt.

    Deshalb ist es wichtig, zunächst die Kriterien für einen sogenannten „Genusskonsum“ zu beachten. Die Dosis und Häufigkeit des Konsums müssen niedrig sein, konkret sollten die schon erwähnten Mengenangaben nicht ständig überschritten werden und der Konsum nicht regelmäßig stattfinden. Pro Woche sollten mindestens zwei, besser drei oder mehr Tage ohne Alkohol eingehalten werden. Auch sollte in Zeiten wie der aktuellen Corona Krise mit hoher Belastung stets in dem Bewusstsein Alkohol konsumiert werden, dass die entspannende Wirkung einem Medikament gleichen kann – und wir uns an diese nicht zu sehr gewöhnen sollten.

    Denn der Übergang zu einem deutlichen Alkoholproblem geht immer dann sehr schnell, wenn die Betroffenen im Alltag über einen längeren Zeitraum nicht in einen Zustand der Entspannung und Zufriedenheit finden können.

    Neue Erkenntnisse der Suchtforschung können dabei allen Betroffenen Mut machen. Es gilt mittlerweile als gesichert, dass viele Menschen, die einmal die Schwelle zum problematischen Trinken überschritten haben, wieder zurück zu einem maßvollen und gesundheitsverträglichen Konsum finden. Eine Beratung durch außenstehende Fachleute ist dabei für viele ein wichtiger Schritt hin zu einer dauerhaften Veränderung.

    Zu allen Fragen rund um Suchtprobleme und den Möglichkeiten der Unterstützung oder Therapie können Sie sich als Betroffene oder Angehörige kostenlos und unter Schweigepflicht bei neon – Prävention und Suchthilfe Rosenheim beraten lassen. Tel. 08031- 30 42 300, www.neon-rosenheim.de

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